SIM DEMO DE-ES

Edward Snowden Asyl gewähren

Sondersitzung des Bundestages zu den Abhöraktivitäten der NSA und den Auswirkungen auf Deutschland und die transatlantischen Beziehungen

Frau Präsidentin! Auch von uns alle guten Wünsche für Sie.

Meine Damen und Herren!

Wir haben es mit einem Skandal zu tun, der in seinem Ausmaß in dieser Art bisher noch nicht vorgekommen ist. Er bringt die Bevölkerung dazu, sich eine Vielzahl von Fragen zu stellen. Die erste Pflicht der Regierung wäre gewesen: Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung. Sie haben aber in Wirklichkeit das Gegenteil betrieben.

(Beifall bei der LINKEN)

Was haben eigentlich die amerikanischen und britischen Geheimdienste gemacht? Sie nutzen die Internettechnologien, um jedes Land in der Welt auszuspähen, egal ob Freunde oder Feinde. Das spielt für sie gar keine Rolle. Es sind fünf Länder, die das machen, die berühmten „Five Eyes“, die fünf Augen: die USA, Großbritannien, Australien, Kanada und Neuseeland. Nur untereinander spionieren sie nicht; aber den ganzen Rest der Welt spionieren sie aus. „Untereinander“ stimmt allerdings auch nicht ganz   ich werde Ihnen von einem Trick berichten  : Der NSA ist es nämlich verboten, in bestimmten Fällen US-Bürgerinnen und US-Bürger abzuhören. Das macht dann für sie der britische Dienst und schickt ihr die Daten. So wird da getrickst. Das ist die Realität, um die es geht.

Das Ganze steht unter dem Stichwort Bekämpfung von Terrorismus, von Drogenkriminalität. Eine flächendeckende, umfassende Überwachung der Bevölkerungen fast aller Staaten hat etwas mit der Bekämpfung von Terrorismus und Drogenkriminalität zu tun? In welchem Verdacht steht eigentlich unsere Kanzlerin, wenn auch deren Handy abgehört wird? Ich glaube, bei dieser Begründung wird es doch grotesk.

(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

Ich muss ganz klar sagen: Von der Existenz und dem Umfang dieses Überwachungssystems wissen wir nur durch Edward Snowden. Es ist sein großes Verdienst. Er ist kein Krimineller, sondern er will die Weltbevölkerung vor Kriminalität schützen.

(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN – Zuruf von der LINKEN: Bravo!)

Was hat er schon erreicht? Er hat eine andere Sensibilität erreicht. Ich hoffe, dass sich vieles ändern wird. Deshalb schulden wir Edward Snowden Dank. Es gibt einen sehr schönen Satz von Christa Wolf in ihrem Roman Kassandra. Dort heißt es:

Das alte Lied: … Und dass wir lieber den bestrafen, der die Tat benennt, als den, der sie begeht:

Genau das muss sich ändern.

(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

Aufgrund der Veränderungen, die wir erlebt haben, schlage ich vor, Edward Snowden den Friedensnobelpreis zu verleihen. Er hat ihn verdient.

(Beifall bei der LINKEN sowie des Abg. Uwe Kekeritz (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – Zuruf von der LINKEN: Bravo!)

Ja, er hat ihn verdient.

(Zuruf von der CDU/CSU)

– Ob sie sich nach meinem Vorschlag richten, ist eine andere Frage. Aber vorschlagen darf ich es doch noch. Oder darf ich das auch nicht mehr?

Was wissen wir? Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der US- und der britischen Botschaft haben direkt hier im Regierungsviertel abgehört. Warum haben Sie – die Bundesregierung, der Außenminister – nicht den Mut, jede einzelne dieser Personen zur Persona non grata zu erklären? Das sieht das Völkerrecht in einem solchen Falle vor. Dann müssten sie innerhalb einer bestimmten Frist Deutschland verlassen, und die US-Regierung und die britische Regierung wüssten: Wir dulden eine solche Vorgehensweise nicht. Das wäre doch wohl das Mindeste.

(Beifall bei der LINKEN)

Wir haben es also mit einem massenhaften Abhören der Bürgerinnen und Bürger – bis zum Handy der Kanzlerin -, aber auch der Unternehmen zu tun. Wir wissen, dass die britischen und amerikanischen Militärstützpunkte als Horchposten genutzt werden. Und wir wissen, dass es Industrie- und Wirtschaftsspionage mit Milliardenschäden für Unternehmen in unserem Land gibt. Nicht mal da werden Sie wach; nicht mal da unternehmen Sie wirklich etwas, um dies auszuschließen.

Die Briten und Amerikaner zapfen Internetkabel an Knotenpunkten an, zum millionenfachen Absaugen von Daten. Es ist schon gesagt worden: Google, Amazon, Facebook, Twitter und Microsoft geben auf Anfrage Daten an die Geheimdienste weiter. Und nun haben wir gehört, dass auch noch die Server dieser Kommunikationskonzerne angezapft worden seien, ohne dass die Konzerne es wussten. Es wird immer abstruser. Ich sage noch einmal: All diese Informationen verdanken wir Herrn Snowden. Er hat noch nie gelogen. Was er gesagt hat, hat sich immer als wahr herausgestellt.

(Thomas Stritzl (CDU/CSU): Sagt das Washington, oder was?)

Es gab immer eine Zusammenarbeit des BND mit britischen und amerikanischen Diensten. Der Datenaustausch war immer recht einseitig: Es ging mehr aus Deutschland dorthin als umgekehrt. Das war vor den Terroranschlägen vom 11. September so, und danach auch. Das hat sich im Kern gar nicht geändert. Der BND hat den britischen Geheimdienst mit modernster Spionagetechnologie beliefert.

Es gab schon einmal einen Fall von Wirtschaftsspionage: das Programm Echelon. Da gab es einen Untersuchungsausschuss der Europäischen Union. Er hat dann festgestellt, dass es keine Zweifel mehr an der Existenz eines globalen Kommunikationsabhörsystems geben kann, das von den USA, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Kanada betrieben wird, also wiederum von den „Five Eyes“; das hat der Untersuchungsausschuss 2001 festgestellt. Jetzt haben wir 2013, und es ist nichts geschehen.

Herr Bundesminister Friedrich, Sie waren ja in den USA. Dann kamen Sie wieder und sagten, Sie sind jetzt vollständig aufgeklärt; es ist alles in Ordnung. Ich muss Ihnen sagen: Sie haben sich einlullen lassen.

(Beifall bei der LINKEN, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Oder haben die Ihnen erzählt, dass sie gerade noch dabei sind, die Kanzlerin abzuhören? Und dann stellt sich der Kanzleramtschef Pofalla hin und sagt: Das Thema ist erledigt; es ist alles erledigt. – Wann haben Sie sich denn jetzt mal bei der Bevölkerung entschuldigt und gesagt: „Wir sind getäuscht worden, wir haben uns geirrt“? Ich meine, Sie müssten sich doch wenigstens mal dafür entschuldigen.

(Beifall bei der LINKEN, der SPD und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Ich will auch noch etwas anderes sagen, das mir wichtig ist: Ich verstehe, dass die USA, Großbritannien und Frankreich 1949 und danach Deutschland ausspioniert haben. Es gab ein tiefes Misstrauen gegenüber unserem Land. Aber wir haben nicht mehr 1949, wir haben 2013. Inzwischen führen Sie – wenn auch gegen unseren Willen – gemeinsam Kriege wie in Afghanistan. Dann derartig ausspioniert zu werden, ist unverschämt und nicht hinnehmbar. Dagegen muss man etwas tun, dagegen muss man sich wehren.

(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)

Ich habe schon gesagt: Jetzt geht es um Aufklärung. Dazu brauchen wir Edward Snowden. Eine Befragung in Russland – ich bitte Sie! – ist doch indiskutabel. Stellen Sie sich mal vor: Ein Staatsanwalt oder Mitglieder des Untersuchungsausschusses befragen Snowden in Russland.

(Thomas Stritzl (CDU/CSU): Sie kennen die Lage da, ne?)

Dann macht er sich strafbar, indem er antwortet. Und dann sagen wir zu Putin: Kümmere dich um seine Sicherheit! – Na, sagen Sie mal, das ist doch wohl grotesk.

(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

Ich weiß gar nicht, seit wann Ihr Sicherheitsverhältnis zu Putin so eng ist.

Die Bevölkerung hat einen Anspruch auf Aufklärung. Und Sie haben recht, Herr Bundesminister. Sie sagen: Wenn Bürgerinnen und Bürger und die Kanzlerin abgehört wurden, dann sind das Straftaten, dann muss ermittelt werden. – Aber wie wollen Sie das ohne Snowden ermitteln? Das geht ja überhaupt nur, wenn Sie den Zeugen Snowden hören. Deshalb müssen wir ihm die Sicherheit gewähren.

Ich sage es ganz klar: Deutschland ist erst dann souverän, wenn es Herrn Snowden anhört, ihn schützt, ihm Asyl gewährt und seinen sicheren Aufenthalt organisiert – dann ist Deutschland souverän, vorher nicht.

(Beifall bei der LINKEN – Zuruf von der LINKEN: Bravo! – Zuruf von der SPD: Wie?)

Wenn Sie „Wie?“ rufen, dann sage ich Ihnen: Wenn unsere Dienste nicht einmal das können, dann sollen sie dichtmachen. Das ist ja wohl das Mindeste, was wir gewährleisten können müssen.

(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)

Jetzt komme ich zu der Frage – sie ist auch interessant -, wie das alles überhaupt rechtlich läuft. Ich habe mich ein bisschen damit beschäftigt. Es gab die Pariser Verträge, die 1955 in Kraft getreten sind. Das hat Adenauer gemacht, um der Bevölkerung sagen zu können: Das Besatzungsstatut ist aufgehoben worden. – Das Problem war bloß, dass die Amis sagten, sie würden gerne ihre alten Rechte behalten. Deshalb sind Geheimverträge abgeschlossen worden. Ich hatte naiverweise erwartet, dass diese Verträge im Zuge der 2+4-Gespräche aufgehoben wurden. Sie wurden aber nicht aufgehoben, weil nämlich nur Abkommen mit allen vier Mächten aufgehoben wurden, nicht aber Abkommen mit drei Mächten, mit zwei Mächten oder mit einer Macht. Da war zwar alles, was mit den Russen und den anderen drei Mächten gemeinsam vereinbart war, heraus, aber der Rest blieb; und das geht nicht. Jetzt haben Sie erklärt: Im Sommer sind diese Verträge für unwirksam erklärt worden. – Wie eigentlich? Ich würde gerne einmal die Noten sehen. Was stand da eigentlich drin? Es gab auch neue Verwaltungsvereinbarungen. Sie sehen: Das ist alles ein Wirrwarr, der nicht mehr zu erklären ist. Vergessen Sie auch nicht das Aufenthaltsabkommen und das NATO-Truppenstatut. Auch hier haben sie Rechte, die fast an die Besatzungszeit erinnern. Ich kann nur sagen: Auch hier muss sich einiges ändern.

(Beifall bei der LINKEN   Dr. Günter Krings (CDU/CSU): War das im Warschauer Pakt?)

Ich möchte jetzt wissen: Welche Verträge sind nun aufgehoben, welche gelten noch, und was steht da drin? Ich finde, die Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf, das zu erfahren.

Ich möchte, dass eine weitere Frage beantwortet wird. In Wiesbaden wird gerade ein gigantisches Geheimdienstzentrum der NSA aufgebaut. Wer hat das eigentlich erlaubt? Von wem geht das aus? Was sollen die da betreiben? Auch hier hat die Bevölkerung doch einen Anspruch auf Informationen. Möglicherweise muss man den USA diesen Bau eben versagen.

(Beifall bei der LINKEN)

Es gibt noch etwas, was mich interessiert. Herr Bundesinnenminister, ich nenne Ihnen vier Varianten – advokatisch -, wenn es um die Frage geht: Was haben eigentlich unsere Dienste in Bezug auf die Rechtsverletzungen durch britische und amerikanische Dienste getrieben?

Die erste Möglichkeit ist: Sie haben sie dabei unterstützt. Dann haben sie gegen das Grundgesetz verstoßen, sich an Straftaten beteiligt, und das müsste sehr ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen.

Die zweite Möglichkeit ist: Sie haben es nur gewusst, aber nicht unterstützt. Dann müssen sie aber die Bundesregierung informiert haben. Wenn die Bundesregierung informiert war, aber nichts erklärt hat, dann haben Sie das Grundgesetz verletzt, dann haben Sie Ihren Amtseid verletzt, und dann haben Sie großen Schaden angerichtet.

(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN   Dr. Günter Krings (CDU/CSU): Abstrus!)

Wenn die Dienste es gewusst haben und die Bundesregierung nicht informiert haben   dritte Variante  , dann haben sie wiederum so eine schwere Pflichtverletzung begangen, dass wir schon wieder über ihre Zukunft diskutieren müssen.

Dann gibt es noch eine vierte Möglichkeit: Sie haben es gar nicht gewusst. Aber dann sind sie so was von unfähig, dass man sie auflösen kann. Darauf darf ich doch hinweisen!

(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

Ich habe folgende Frage: Gibt es denn Spionageabwehr nur gegen den Osten, nicht gegen den Westen? Dürfen wir Milliardenschäden, zum Beispiel in der Wirtschaft, zulassen, bloß weil wir uns nicht trauen, gegenüber den USA eine Spionageabwehr zu organisieren? Auch das geht nicht.

Es gibt immer zwei Einwände, die auch Sie benutzt haben: Der eine Einwand betrifft die Wertegemeinschaft und der andere die Freundschaft mit den USA. Es gibt gemeinsame Werte zwischen den USA und Deutschland, aber es gibt auch Kriege wie in Vietnam, in Afghanistan oder im Irak. Es gab den Militärputsch in Chile mit der Ermordung von Allende. Es gibt das Gefangenenlager Guantánamo, wo täglich Menschenrechte verletzt werden. Es gibt den Krieg mit Drohnen.   Eine Wertegemeinschaft nutzt nichts, wenn man bei der Verletzung von Werten nicht deutliche Kritik übt, und genau das machen Sie nicht.

(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN)

Ich bin kein Antiamerikanist, überhaupt nicht. Ich bin gerne in den USA und spreche gerne dort mit den Menschen. Aber eines sage ich Ihnen: Freundschaft, wie Sie sie sich vorstellen, gibt es nicht. Mit Duckmäusertum und Hasenfüßigkeit

(Dr. Günter Krings (CDU/CSU): Oje, oje!)

erreicht man keine Freundschaft, sondern das Gegenteil.

(Beifall bei der LINKEN)

Nur dann, wenn wir gegenseitige Achtung und gegenseitigen Respekt herstellen, kann es eine wirkliche Freundschaft geben.

Dazu brauchen Sie als Bundesregierung Mumm. Sie müssen der US-Regierung sagen: Schluss, aus; wir hören Snowden und schützen ihn. – Dann erst sind wir wirklich souverän. Sie müssen fordern: Verhandelt mit uns auf Augenhöhe! – Dann kriegen wir auch eine Freundschaft mit den USA hin. Was Sie machen, ist Duckmäusertum. Das kenne ich seit Jahrzehnten, und ich bin es so was von leid.

(Beifall bei der LINKEN   Widerspruch bei der CDU/CSU)

  Ja, haben Sie endlich mal den Mumm! Genau so sind Sie hier auch. Ist doch nicht zu fassen!

(Bartholomäus Kalb (CDU/CSU): Das ist nicht gut für Ihr Herz und den Blutdruck!)

Zum Schluss sage ich Ihnen: Wenn Sie nichts machen – Herr Friedrich, Sie haben gesagt, Sie verhandeln mit denen -, wissen Sie, was Sie diesen fünf Ländern damit eigentlich sagen? Sie sagen ihnen damit: Macht ruhig weiter so, von uns habt ihr nicht den geringsten Nachteil zu erwarten! – Ich wiederhole: Das verletzt schwer den Eid, den Sie geleistet haben, nämlich Schaden von unserer Bevölkerung abzuwenden.

Ich möchte, dass Sie jetzt den Mumm haben, die Beziehung auf eine andere Grundlage zu stellen, auf die Grundlage der Gleichberechtigung. Das ist nicht zu viel und das ist nicht zu wenig verlangt. Die Weltmacht mit ihren Weltmachtallüren muss endlich begreifen, dass wir ein gleichberechtigter Partner sind und nicht jemand, mit dem man machen kann, was man will. Dazu brauchen Sie eine grundsätzlich andere Haltung, Frau Bundeskanzlerin und Herr Friedrich.

(Beifall bei der LINKEN)

Interpreting Michelle OBAMA

MAKING OF:

“Quiero pensar que ésta no es mi mejor simultánea :-). En este caso el reto era enfrentarse a un discurso desconocido, interpretándolo sin texto y sin preparación alguna: es decir, una situación bastante habitual en la vida real de un intérprete. Si el orador habla con espontaneidad y a un ritmo natural, es perfectamente factible. Michelle Obama no habla excesivamente rápido, pero en realidad su discurso está preparado, es más denso que una alocución espontánea, no presenta ninguna de las repeticiones y redundancias que caracterizan al discurso hablado. Hay partes donde me ha costado bastante seguirlo y he tenido que simplificar el original, intentando mantener el mensaje esencial. Una dificultad adicional para mí ha sido que no estoy acostumbrada a este tipo de discursos: tengo, después de 25 años de trabajo, todo tipo de automatismos para conceptos como exacciones arancelarias o límites de residuos, pero es la primera vez que tengo que contar la historia de una cita romántica :-).

¡Me ha parecido dificilísimo!”

Marta IGARTUA es intérprete permanente de la DG INTERPRETACIÓN, SCIC, COMISIÓN EUROPEA.

[Esta interpretación simultánea es totalmente real: realizada sin preparación previa ni guión escrito]

Interpreting Martin Luther King

PUBLIC SPEAKING:

Let nothing happen by accident! Let everything happen by design!

The development of an ability to present not only information but an understanding of the image that is created by any presentation is essential in working with any audience. The presentation must use as many of the senses as possible to allow the audience to have a greater chance of first understanding and secondly retaining the information which you are going to present. Therefore there are two distinct areas to presenting to an audience.

The first is an understanding of the nature of creating an image and the second is being as sure as possible that the image that you are creating matches the aspirations and dreams of your clients. This means that everything that happens to your audience must be as far as possible designed by you and not left to accident. Indeed theatre is the most successful presenter of ideas and concepts. Theatre goes beyond giving information to people in purely written or verbal form but also employs a number of other devices to elicit a response from its audience. Here are some of the areas which should be considered in any presentation.

Analysis of the Audience

Before approaching the development of a presentation to an audience a speaker must analyse the audience to develop a profile of a typical member. It doesn’t matter if you are talking to one person or many, this allows the tuning of the whole piece to match the aspirations of the client. One way of analysing is to follow this SCHEPPT formula.

Social
How is this audience structured socially?
Who are the power brokers?
What do they aspire to?
What is important to them?
Education Level?

Cultural
What is the ethnicity of the group?
What are the customs for decision making?
What are the taboos?
What is culturally desirable?
Speech Pattern?

Economic
What is the average wealth and income?
What is the projected income?
Houses, cars, dress sense?

Politics
What are the local politics of the group?
Are they conservative, progressive, traditional?

Physical
What is the area they come from like?
Technical How do they cope with change?
How do they cope with technology?

The overall picture is important for your presentation to be accessible and enjoyable. It allows you to use humour which is acceptable and to tailor your language and conceptual base to suit your client. You can then go on to design how you are going to create the image which you desire for this audience.

The Performer

Every time you stand in front of a group of people you are creating an image and performing. An awareness of how you appear is essential to success. Initially the perception of you by the audience will be 55% on how you look, 38% on how you sound, and 8% on what you say. However as you begin to gain the audiences confidence, the look becomes less important and what you say becomes much greater.

Voice
Your voice then is extremely important. Here are six important parts of creating good speech:

  1. Tone: Use the sound of the word to help create its feeling (onomatopoeia) slash, thud, solemn, integrity.
  2. Tune: Normal Range is two and a half octaves. Use the essential tune of any phrase. Falling tune in ‘Ladies and Gentlemen …..’ gives authority. Use variety for each phrase or descriptive word to vary and contrast each thought. Let the tune help the image. “Up the hill”
  3. Pause: Use before something important to create attention. Like a billboard, gives punctuation. Lead up with a rising cautionary and then pause before a lower executive and then a pause before you go on. This gives the audience time to see the picture and for you to read the audience. eg: Churchill – trimmed, rhythm, use of pause and phrases “the Battle of Britain is about to begin.” “Hitler knows he will have to break us in this island”
  4. Pace: Gloss over unimportant things quicker Important things must be slower Variety is important. About 120 words per minute average.
  5. Volume: Variety: Invite people to listen by backing off volume Use of a microphone.
  6. Clarity: Lips, Tongue, Teeth, Breathing, Vocal Chords. Lazy Speech, (Somethink, Nothink, Haitch) Dipthongs (Wide, Side, etc.)

Movement
Movement should reflect the statement. Use triangles. Make movements encompass all the audience. Gestures should match phrases in size, direction, length and speed. Control your Body Language- fidgeting, walking, getting up from a chair, stance, nervous reactions. (O.K., Scratch etc.) When to look at audience. T-T-Timing!

Mime
Paint pictures for people that they understand. Use mime to create not only an image but also a feeling. Your face says as much as your words about attitude. Use a range of facial expressions. Push yourself past ‘normal’ gesture. Use your body to highlight ideas. Part of Total package

Characterisation
Be careful about putting yourself “on the line.” Create a character which you can control, hide behind and stay objective. Uncontrolled emotional reaction is dangerous. Smile. Maintain eye contact, look around your audience.

Attitude
Positivity
Intensity
Enthusiasm
Emotion
Energy
Personal Presentation

Costume
Costume should reflect what you’re talking about. Costume should initially help audience to create an image initially. Using costume to put together ideas. Your dress says a lot about your attitude to life. Costume can often help to add something different to your performance. Think about style, colour (conservative or other).

Hair
Style, Neatness, Length, Colour. Facial hair (shadow). Other eg. Nose and ear.

Teeth
Straight
White

Make-up
Importance of eyes and mouth. Distance is important (10 metres limit). Base to remove skin blemishes and shine. Be aware of lighting. Be careful of street makeup.

Technical

Staging
Audience view Left to Right, Front to Back, Down to Up.
Entrances and exits.
Levels of audience and speaker. Above, Below, Level.
Stage locations.

Lighting
Colour, Intensity, Direction, Type.
Audience.
Highlight therefore control view.
Change to help idea.
Atmosphere control by lighting.
Sun location.

Sound
Use of sound before to set mood before or after.
Microphone levels (bounce from walls).
Mics offer variety.
Low bass high treble.
Microphone legs.
Microphone technique (popping, Height, Type). Hand held elbow lock.

Scenery
Setting of stage.
Using a lectern or behind table.
Use scenery to highlight ideas. eg. Photos, Posters but watch control.
Colour of scenery as per other decisions eg. Costume.
Interesting scenery, Paintings, Roadways, Aeroplanes.
Use of curtains.
Slides and overheads (KISS) and practise timing.
Paint their picture. (Eg Retirement home)

Props
Hand props to tell the story.
Create the Character.
Symbolise your idea. (Puppetry).

Auditorium
Heating or cooling.
Entrances for you and for audience.
Time for entry for you and for audience.
Floor Type.
Size
Staging available

Tips

Things that stop people performing well:

Lack of subject knowledge.
Self Consciousness
Fear of mistakes
Appearance
Sound of their voice
Movement
Bad previous experience
Lack of knowledge of technical equipment
Size of the audience
Unfamiliar surroundings

Ways to Present Well: Well Before
Write the date down.
Arrive early or visit before planning (photo of venue).
Ask where to park.
Take an umbrella.
Check about technical equipment. (Mic, lights, lectern, etc.).
Write out your introduction in full, double spaced and large type.
Number your cards.
Write speech triple spaced in phrases in bold type.
Practise with your video.

Ways to Present Well: Just Before
Move your seat out.
Plan route to stage.
Toilet.
Hair.
Clothes.
Don’t look until you’re ready.

Ways to Present Well: After
Finish and move.
Don’t peter to a finish, upward inflection.
Don’t spoil by long thank you.
Move off quickly and be invited back for questions.

Robert Motton

Interpreting Steve JOBS

LA PREPARACIÓN:

Para interpretar el discurso de Steve Jobs en la ceremonia de Stanford, recibí un mail con un enlace a la página de la universidad, concretamente a la transcripción del discurso. Por lo tanto, contaba con el texto que iba a leer Steve Jobs, o que previsiblemente iba a leer. A veces, los oradores se apartan de su propio guión, y entonces los intérpretes, aunque hayamos preparado el texto con antelación, no tenemos más remedio que dejar de lado el guión que hemos estudiado y trabajar “sin red”. (Afortunadamente, a Steve Jobs en esta ocasión no le dió por improvisar.)

Conste que había recibido en el mail también un segundo enlace, al vídeo de Jobs pronunciando su discurso. Como la idea de A Word in Your Ear era la de grabar una interpretación de una simultánea en las condiciones más parecidas posibles a la realidad, opté por no abrir este segundo enlace. De modo que escuché a Jobs pronunciar su discurso por primera vez mientras lo estaba interpretando en simultánea, como sucede en el contexto de trabajo real. (Si a Jobs le hubiese dado por improvisar, mala pata para mí, como sucede en la realidad.)

Para ajustarme a las condiciones de trabajo reales, también leí el texto por primera vez el mismo día que iba a interpretarlo, en un rato de descanso mientras trabajaba en una conferencia. Es lo que suele suceder: cuando tenemos la suerte de recibir un guión, solemos estar trabajando ya en la conferencia. Por lo tanto, no nos sobra el tiempo para prepararlo – los textos se suelen entregar, con suerte, menos de media hora antes de pronunciar el discurso, y si no hay suerte, y la fotocopiadora está lejos, después de que lo hayan pronunciado. Además, los recursos que podemos consultar en cabina cuando estamos trabajando son limitados, aunque si hay suerte, cuando disponemos de una conexión a Internet (como en este caso) tenemos acceso a diccionarios online y otras herramientas terminológicas. Otro factor que limita nuestras capacidades para preparar un discurso mientras trabajamos en una conferencia es el hecho de que tampoco podemos volcar toda nuestra atención en el guión: la conferencia continúa, en cualquier momento tenemos que intervenir para interpretar de una lengua dada que no cubren los compañeros y por eso no se puede “desconectar” completamente de lo que sucede en la sala para concentrarnos en preparar ese discurso que otro orador va a pronunciar más tarde.

Estas son dificultades comunes a la preparación de cualquier texto de un discurso que un orador vaya a pronunciar. Una dificultad adicional común de los discursos leídos -a diferencia de aquéllos en los que el orador habla libremente, sin apuntes, es la velocidad a la que habla (lee) el conferenciante! Aunque se haya preparado el texto (¡y menos mal!) el orador puede llegar a “escaparse” (y creo que a mí me sucedió), aunque casi siempre hay manera de volver a atraparlo.

En el caso concreto del discurso de Steve Jobs, lo que posiblemente me haya preocupado más al preparar el texto fue acertar con el registro justo en el que se dirigía a su público: llano, casi familiar, pero emotivo. Y lo más difícil fue encontrar una fórmula adecuada para la conclusión, el “mandamiento” que dirige a los estudiantes. Mi guía para ser fiel al mensaje del original fue la siguiente pregunta: ¿si el propio Jobs hubiese pronunciado su discurso en castellano, qué les hubiera dicho a los alumnos? Para mí, interpretar es elegir las palabras con mucha libertad, pero buscando el máximo de fidelidad a la idea y emociones que el orador ha querido expresar.

En conclusión: siempre, siempre se agradece recibir el texto escrito de una intervención antes de escucharla – pero esa gran ayuda no impide que interpretar un discurso en simultánea sea todo un reto.

Carmen Gómez Von Styp, intérprete funcionaria del SCIC, Comisión Europea.

Interpreting Barack OBAMA

Escuchamos a Edwina hacer la traducción simultánea del discurso de investidura de Barack Obama al español.
Edwina simultaneously interprets Barack Obama’s inaugural address into Spanish.
Images©rtve

Anotación personal: Edwina contaba con el discurso escrito a la hora de hacer esta interpretación. Tener el discurso en papel no siempre facilita las cosas, todo lo contrario. Nunca podemos confiar totalmente en él ya que el orador puede decidir cambiarlo en el último minuto. El intérprete no puede bajar nunca la guardia. Interpretar, leer y cotejar al tiempo no es fácil.